robert keßler - guitar and composing - robert kessler

Robert Keßler ist Gitarrist, Komponist und Pädagoge,

in dessen Musik zeitgenössischer Jazz, Weltmusik und Pop verschmelzen.

Presse

„Hervorragender Instrumentalist, … glänzt in wohldosierten Soli mit spannenden Aufbau und ebensolchen Themen, … gelungenes Album.“
(Gitarre und Bass 07/09)

Schön swingend präsentiert sich Goya, die Band des Berliner Gitarristen Robert Keßler. Zusammen mit Piano, Bass, Drums, Saxofon und Trompete gelingt auf “Jasmin” ein im besten Sinne klassischer Jazz-Sound. Elegante Piano-Chords, schöne Bläser-Melodien und dynamische Schlagzeugarbeit sind das Fundament für Keßlers eher zurückhaltendes Spiel. Mit einem warmen Clean-Sound spielt der studierte Gitarrist gerne unisono mit anderen Instrumenten oder glänzt in wohldosierten Soli mit spannendem Aufbau und ebensolchen Themen. Hervorragender Instrumentalist, gute Band, gelungendes Album.

„Vielversprechend und sehr hörenswert, seine Soli sind hervorragende Kleinode“
(Andreas Polte – Archtop Germany 12/08)

“Vielversprechend und sehr hörenswert ist das Album der Band um den jungen Leader Robert Keßler. Hier zeigt sich wahrlich, was die jungen Musiker in Deutschland zu leisten vermögen. – Wieder eine der erfreulichen jungen Bands mit hohem Niveau. Die Kompositionen und Arrangements sind erstaunlich reif und man kommt nicht umhin, die Möglichkeiten zu beneiden, die diesen jungen Musikern noch offen stehen werden. Der Leader selbst zeigt sich als moderner Spieler, der zwar in der Tradition der “alten” Jazzgitarre dezent wurzelt, aber deutlich und unüberhörbar von Metheny stark beeinflusst ist. Keßler scheint aber jemand zu sein, der in der Lage sein wird, dieses Erbe irgendwann in eine eigene Stimme zu wandeln. Seine Soli sind durchaus hervorragende Kleinode, die dem Vorbild durchaus gerecht werden.” (Andreas Polte – Archtop Germany 12/08)

Nominierung zur CD des Jahres 2008
(Archtop-Germany 2008)

“Jasmin” wurde neben Helmut Kagerer & Helmut Nieberle “Live”, Manfred Dierkes “Four Brothers & a thumb und David Plate “Transparency” auf “Archtop Germany” zur CD des Jahres 2008 auf Archtop germany nominiert.

„Diese Band ist ein dampfendes Labor, das die Arbeitshitze unweigerlich in Bauch und Bewusstsein de Hörers drückt.“
(Jazzpodium 02/09)

“Und noch ein deutsches Jazzgitarren-Debüt: 24 ist Robert Keßler, in Jena geboren, in Berlin aufgewachsen, ein ambitionierter junger Mann, der offenkundig ganz genau weiß, was er will. „Go•ya“ heißt seine Band; der Name ist ein japanisches Kompositum, aber das ist das einzige Asiatische an Robert und der Band, „Jasmin“, der CD-Titel, ist auch etwas irreführend gewählt, zumal dieser Jasmin ein veritables Harbop-Gewächs ist, wie wir es aus gitarristisch geneigten deutschen Landen seit Joachim Schöneckers Blue-Note-Hommage nicht mehr erlebt haben. Es geht um hochgespannte dichte Musik, und Keßler und die Gruppe wirken wie eine Mannschaft, die aus dem Stand 2 Meter 70 hoch gesprungen und ohne Blessuren wieder gelandet ist. Robert ist ein Gitarrist, mit meist schönstem Mainstream-Ton, dem lineares und akkordisches Spiel gleichermaßen ins Blut gewachsen ist. Neun der elf Stücke hat er geschrieben; zum Ego-Trip ist „Jasmin“ trotzdem nicht geworden. Go•ya ist ein dampfendes Labor, das die Arbeitshitze unweigerlich in Bauch und Bewusstsein de Hörers drückt und in der Robert peer-to-peer spielt, weil hier wirklich jeder zum Zuge kommen soll, Steffen Scholz am Flügel und Ralf Schwarz am Bass vor allem, denen go•ya offenkundig eine Riesenmenge ihres Bop-Appeals verdankt. Und sie kommen alle zum Zuge, Birgitta Flick und Donat Kubrinski als Bläser und Matthias Kawalek schon gleich im Starttitel mit einem wohlgeratenem Schlagzeugsolo. Diese Band ist ein vibrierender, starker Klangkörper, ein Organismus und keine Ansammlung egomanischer Einzeltäter. Sie treibt den Post- oder Neo-Bop( der in so vielen jungen Gitarristen, die in diesen Jahren ihre Debüts geben, schon unüberhörbar mitschwingt) mit großem Raffinement auf die Spitze und lässt ihm gar keine Chance eklektisch zu wirken. Leichte Kost ist das nicht unbedingt, aber Kost, die man nicht mehr missen will. Und schon gibt es Andeutungen neuer Taten: „ Die neue CD, an der wir schon arbeiten( zumindest gedanklich und kompositorisch), wird etwas anders. Da ich jetzt mit Stimme statt mit sax arbeite, bekommt das einen eher lyrischen und sanglichen Charakter. Da die Sängerin keine Texte, sondern nur Vocalise, oft mit mir unisono, singt, wird es viel um Sound und Soundfarben gehen.“ Aber schließt er, „ trotzdem noch mit der Traditionsverbundenheit.“ (Jazzpodium 02/09 Alexander Schmitz)

„Keßlers Debüt ist ein Paukenschlag“
(Andreas Schmitz/ agas 12/08)

“Der vielbeschäftigte Robert Keßler nahm sich Zeit für ein Top-Bop-Debüt. Es gibt ausgezeichnete Geschichten, die fangen mit einem Paukenschlag an. Die Geschichte von Robert Keßler und der ersten Platte seiner Gruppe “go-ya” ist so eine Geschichte. Denn “jasmin” [yvp music 3148] ist nur vom Namen her ein gefällig duftendes und eher zartes Pflänzchen, dass in Gärten gedeiht. Dieser Jasmin ist ein Hardbop-Gewächs, wie wir es aus gitarristisch geneigten deutschen Landen seit Joachim Schöneckers Blue-Note-Hommage [s. hier] nicht mehr erlebt haben. Es geht um hochgespannte, spannende, dichte Musik, die es wissen will und die nichts ist für Anfänger und nichts für Warmduscher und Laubader. Keßlers Debüt ist ein Paukenschlag. Es ist, als wäre einer aus dem Stand 2 Meter 70 hoch gesprungen und heil wieder herunter gekommen. Go-ya – mit Bindestrich, wie in westlichen Transkriptionen japanischer Komposita üblich – hat nichts mit dem spanischen Maler zu tun, bedeutet lexikalisch “fünf Nächte” und laut Robert, der diese Erkenntnis einem Japanaufenthalt verdankt, noch ein ganz poetisches Stückchen mehr, wie er in seiner all zu knapp gehaltenen Presseinfo zu dieser Gruppe bemerkt. Sonderlich “nocturn” kann man dieses Quintett nicht finden, und sinistre Typen sind die fünf von go-ya auch nicht, sondern ganz im Gegenteil quicklebendige helle Köpfe und Musiker von je um die dreißig Lenze, als da wären: Matthias Kawalek (dr/perc), Steffen Scholz (p), Ralf Schwarz (b), Birgitta Flick (sax) und Donat Kubrinski als Gast auf vieren der elf Stücke an der Trompete. Neun der elf Stücke hat Robert selbst geschrieben. Und lakonisch wie in dem knappen Stück über go-ya ist er auch nicht, sondern durchaus mitteilsam und kommunikationsfreudig, wie er in seinen eMails (und vor allem in seiner Musik) beweist. Versucht man diesen jungen Mann von verfügbaren Fotos her einzuschätzen, dann hält man ihn vielleicht erstmal für einen Sänger von Hits der Roaring Twenties, der sich ein knappes Jahrhundert zu weit verlaufen hat. Schaut man genauer hin, bleibt vor allem der Eindruck von einem jungen Mann, der ehrgeizig ist und weiß, was er will, für klare Linien und Strukturen steht, für Kultiviertheit und sogar einen guten Schuss aufgeklärten Preussentums, was überaus praktisch ist, wenn man sich in den disparaten Labyrinthen der Gegenwart zurechtfinden will. Vielleicht mögen die Bilder sogar eine gewisse Distanziertheit oder gar Kühle vermitteln; aber das, geneigter Leser, kann nur eine optische Täuschung sein. “jasmin” ist nicht kühl und nicht distanziert. Dieses Debüt eines Gitarristen in seiner Gruppe zeugt allenfalls von großen Ambitionen, von Zielen, die anderen Sterblichen vielleicht ein bisschen weit weg scheinen. Aber das kann uns egal sein, wenn es ums Hören dieser CD geht, um dieses dampfende Labor namens go-ya, das so herrlich oft heiß läuft und die Hitze unweigerlich in den Bauch und ins Bewusstsein des Hörers drückt und in der Robert peer-to-peer arbeitet, weil hier wirklich jeder zum Zuge kommen soll, der Steffen Scholz am Flügel und der Ralf Schwarz am Bass vor allem, denen go-ya – jedenfalls aus meiner Hörperspektive – eine Riesenmenge ihres Bop-Appeals verdankt. Und sie kommen alle zum Zuge, Brigitta Flick und Donat Kubrinski als Bläser und Matthias Kawalek schon gleich im ersten Stück mit einem wohlgeratenen Schlagzeugsolo. Go-ya, das ist ein vibrierender, starker Klangkörper und keine Ansammlung egomanischer Einzeltäter. Wir haben es in letzter Zeit mit erstaunlich vielen “Jungen” zu tun, Debütanten im CD-Business, die uns gitarristisch und musikalisch mit einer Qualität konfrontieren, die keineswegs selbstverständlich ist, aber allen Anzeichen nach schon sehr bald selbstverständlich sein wird als das Niveau, unter dem gar nichts mehr geht – ein erstaunliches Niveau. Allerdings beeindruckt, wenn man “jasmin” hört, nicht allein das Niveau des Gitarristen, sondern das der ganzen Gruppe. Was die meisten der jungen Jazzgitarristen hierzulande eint, ist offenbar das Bedürfnis, aus einer bewundernswert gesunden Evolution keine zum Scheitern verurteilte Revolution machen zu wollen. Sie spielen sich nicht auf irgendwelche musikalischen Barrikaden hinauf, klimpern aber auch nicht in der Laubenkolonie der ewig Gestrigen herum. Sie haben, vor allem dank exzellenter Lehrer, gelernt, ihre stilistischen Vorfahren zu schätzen, und sie haben sie vielleicht sogar wirklich lieben gelernt, ohne sich damit in eine selbstgewählte Unmündigkeit zu begeben, die den Weg zum kreativen Ich versperrt. Genau so sicher aber ist, dass die jüngeren Gitarristen von heute jede Menge mehr Erdung in der klassischen Jazzmoderne haben als zum Beispiel die kompromisslosen Fusion-Begründer und -Pfleger der 70er und 80er Jahre oder, klar, die Freejazz-Nachfahren Albert Aylers oder Derek Baileys. “Ich bin kein Freejazzer”, merkt Robert dazu an. “Ich [ziehe den] großen Hut vor den Leuten, die es machen, aber ich stehe auf Spannung und Entspannung. Es soll schon mal outside gehen und Spannung aufgebaut werden, aber für mich muss sich das immer wieder lösen. Ich versuche oft, neue harmonische Wendungen, Sounds, Voicings, Klangfarben zu [finden] und die dann in Songs zu verwenden. Manchmal klappts und manchmal nicht. Robert Keißler treibt den (Post- oder Neo-Bop, der in so vielen jüngeren Spielern schon unüberhörbar mitschwingt, mit großem Raffinement auf die Spitze und lässt ihm so gar keine Chance, eklektisch zu wirken; er kehrt ihn auch nicht gegen ihn selbst. “Als ich die Stücke für die CD geschrieben habe, wollte ich nicht alles, was bisher da war, in Frage stellen und zerbrechen, sondern viel mehr gewisse traditionelle Parameter behalten und diese durch neue oder moderne Ideen anreichern”, schrieb er mir in einer eMail im November. “[Ich] stehe sehr drauf, wenn es swingt und es bopmäßig daher kommt. Aber ich wollte einige Harmonieschemata verändern oder aufbrechen. Ausserdem mag ich es, wenn Melodien leicht nachzusingen sind, aber darunter sich einige Harmonien hin und her schieben. Einige Stücke auf der CD sind sehr bop-orientiert, aber bei anderen wie Le Pull Vert, Jasmin oder Nightlife in Shibuya wollte ich nur eine schöne Melodie durch manche Harmonieschluchten galant durchführen, um einen schönen Song zu bekommen. Deshalb stehe ich auf Metheny, weil ich es mag, dass einige seiner Themen sehr leichte, fast Kinder-Melodien beinhalten, aber dafür harmonisch einiges passiert.”

„Ein Glücksgriff“
(Arnulf Sowa – Fränkischer Tag 03/2011)

“Ein Glücksgriff. Der Gitarrist, Robert Keßler, dessen Spiel mühelos zwischen Jazz, Flamenco und Orientalik wechselt, setzte Akzente mit furiosen Riffs, und schwebenden Akkordfolgen, die der dargebotenen Stücken eine ganz eigenständige Prägung verliehen.” (Arnulf Sowa – Fränkischer Tag 03/2011)